*Rezension* -> Wächter – Wahre Liebe ohne Chance? (1) von Jessica Stephens

INFO

Band 1 – 9,99€ – Independently published – TB – auch als eBook erhältlich – 309 Seiten – Fantasy – IBAN: 978-3-522-50583-3 – ERSTERSCHEINUNG: 06.03.2017

Worum geht es?

Seit Melodys einundzwanzigsten Geburtstag sind gerade einmal ein paar Tage vergangen, als sich mit einem mysteriösen Brief ihre Lebensplanung schlagartig verändert. Da sie durch die Abstammung ihrer Mutter das Wächter-Gen geerbt hat, eröffnet sich für sie eine unbekannte magische Welt. Aber in dieser Welt der Wächter und Hüter gibt es eine unumstößliche Regel „Liebesbeziehungen sind verboten.“ Zu Beginn scheint diese Regel für Melody unwichtig, bis sie auf den charmanten Ethan Collister trifft, welcher ihre Welt auf den Kopf stellt.


Quelle

Warum wollte ich es lesen?

Ich bin neuen Ideen immer sehr aufgeschlossen und entdecke gerne neue Autoren. Daher wurde es auch mal Zeit ein Buch von Jessica Stephens zu lesen.

Wie war es?

Cover:

Das Cover hat mich vom ersten Moment an verzaubert. Das hübsche Mädchen könnte auch die Protagonistin sein. Nur die Wolken im Hintergrund haben mich etwas irritiert. Geht es etwa um Engel?

Die Story:

Die Geschichte führt uns wie der Titel schon verrät in die Welt der Wächter und Hüter, die wir zusammen mit der Protagonistin Melody kennenlernen werden. Da sie das Wächter-Gen in sich trägt, darf sie eine spezielle Ausbildung machen, die ihr ganzes Leben verändern könnte.

Aber die gesamte Situation und die Hintergründe der Ausbildung bleiben sehr schleierhaft und Melody weiß noch nicht was auf sie zukommen wird. Außer einer wichtigen Sache: Liebe und eine Beziehung zu einem anderen Schüler ist strengsten verboten. Für Melody eigentlich kein Problem, wenn da nicht Ethan wäre.

Schreibstil:

Den Schreibstil von Jessica Stephens empfand ich am Anfang etwas holprig und ich hatte das Gefühl, dass die Autorin erst selbst noch in die Geschichte rein finden muss. Es wurde dann zusehends angenehmer, aber so richtig gefesselt wurde ich nicht.

Meine Meinung:

Ich habe mich anfangs wirklich sehr auf diese Geschichte gefreut, da es nach etwas total Neuem klang und ich die Idee mit den Wächter schon sehr spannend fand. Natürlich hat mich die Umsetzung interessiert und ich habe es mit großer Neugierde gelesen.

Die Ernüchterung kam dann aber recht bald. Zwar wurde der Schreibstil nach und nach besser und flüssiger, aber ich hatte große Schwierigkeiten mit den Protagonisten und vor allem der Sache mit der Liebe.

Melody ist eine strebsame und durchaus ehrgeizige Protagonistin. Sie hat Ziele, die sie erreichen möchte und arbeitet hart dafür. Obwohl sie nicht wirklich weiß wer die Wächter sind und ihre Mutter ihr auch nichts verraten durfte, ist sie ganz auf sich allein gestellt.

Ich hätte mir an dieser Stelle gewünscht, dass sie nicht alles so einfach hinnimmt und versucht hartnäckiger etwas herauszufinden. Mir gefällt es prinzipiell, wenn nicht schon alles im ersten Band verraten wird und man die Informationen mit den Protagonisten zusammen sammelt. Daher hätte ich mir etwas mehr Initiative gewünscht.

Ethan hingegen ist für mich unter die TOP 5 der schrecklichsten Bookboyfriends ever gelandet. Sie sollen nicht perfekt sein und Ecken sowie Kanten machen sie authentisch. Aber er ging mir permanent auf die Nerven. Melody hatte an allem Schuld, er kann sich nie zusammenreißen und ist super darin andere runterzumachen. Und was macht Melody? Hat die rosarote Brille auf und schmilzt förmlich dahin… Es gibt ja Momente, wo sie sich wehrt. Jedoch fand ich es zu nehmend immer anstrengender.

Nun zur Liebesbeziehung oder auch das was nicht sein darf: Ich bin ein absoluter Fan von Herzschmerz, Liebe, Trauer, Freude… Aber leider kam bei mir nichts davon an. Die Liebe und die Gefühle waren für mich einfach nicht existent. Ich hatte eher das Gefühl einfach vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Mir hat der “Sich-Verlieben-Moment” gefehlt. Daher fiel es mir auch zunehmend schwerer mich in Ethan und Melody hineinzuversetzen. Da es aber einer wichtigsten Bestandteile der Geschichte und auch in den anderen Teilen eine große Rolle spielen wird, war mir klar, dass ich meine Schwierigkeiten mit der Reihe haben würde.

Auch der weitere Verlauf der Handlung konnte mich leider nicht packen und dadurch wurden die Wächter und ich leider keine Freunde mehr.

Abschließend:

Insgesamt kann ich sagen, dass Wächter – Wahre Liebe ohne Chance? mich leider nicht in seinen Bann ziehen konnte. Die Idee finde ich nach wie vor klasse, aber die Umsetzung hat mir nicht gefallen.

Vielen lieben Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

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