*Rezension* – We Who Will Die (1) von Stacia Stark

INFO

Das Cover von We Who Will Die (1) von Stacia Stark.

Band 1 – 26€ – dtv – HC – auch als eBook erhältlich – 624 Seiten – Fantasy – ISBN: 9783423285469 – ERSTERSCHEINUNG: 12.03.2026 – Übersetzung: Aus dem amerikanischen Englisch von Michelle Gyo


Worum geht es?

Das Leben im gefährlichen Dorn Distrikt ist für Arvelle und ihre jüngeren Brüder ein ständiger Überlebenskampf – und der fremde Vampir vor ihrer Haustür weiß genau, womit er sie erpressen kann. Als letzte Rettung für ihren schwer kranken Bruder, geht Arvelle einen magischen Schuldschwur mit einem schier unmöglichen Ziel ein: Sie soll den Imperator töten, einen uralten Vampir, den der Gott Umbros selbst erschaffen hat. Dafür muss sie zunächst die Auslese überleben – einen Arenawettkampf, in dem nur die Schnellsten, Stärksten und Tödlichsten bestehen, um für die imperiale Elitewache ausgewählt zu werden.

Ein unzerbrechlicher Schwur zwingt Arvelle in einen gnadenlosen Wettkampf, bei dem neben ihrem Leben auch ihr Herz auf dem Spiel steht.

Im Trainingslager zieht Arvelle schnell den Zorn des Primus auf sich, dem mächtigen Anführer der Elitewache, während sie sich gleichzeitig dem Sohn des Imperators ausgeliefert fühlt, dem Schlüssel zum Bändigen ihrer Kräfte, auf die der sadistische Herrscher ein Kopfgeld aussetzen würde.

Um in der Arena zu bestehen und ihre Mission zu erfüllen, muss Arvelle einer Verschwörung auf den Grund gehen, die das Reich erschüttern und alles verändern wird, was sie über sich selbst zu wissen glaubte – und über die beiden Vampire, die tief mit ihrem Schicksal verwoben sind. Zwischen tödlichen Kämpfen, dunkler Magie, höfischen Intrigen und einer Verpflichtung, die sie das Leben kosten könnte, muss sie entscheiden, wem sie vertrauen kann. Vielleicht sogar dem Mann, der ihr schon einmal das Herz gebrochen hat …

Quelle

Warum wollte ich es lesen?

Bei dem Klappentext konnte ich einfach nicht widerstehen. Vampire, Gladitoren und Arenakämpfe. Das musste ich lesen!

Wie war es?

Cover:

Absolute Coverliebe *.* Düster, edel und so stimmig zur Geschichte.

Schreibstil:

Der Schreibstil von Stacia Stark hat mich von der ersten Seite an gepackt und einfach nicht mehr losgelassen. Er liest sich unglaublich flüssig, ist atmosphärisch, und ich bin sofort in diese brutale Welt eingetaucht.

Meine Meinung:

Bei We Who Will Die hat mich schon der Klappentext sofort angefixt: Vampire, ein vom antiken Rom inspiriertes Setting und tödliche Arenakämpfe. Diese Mischung klang einfach zu verlockend, um sie liegen zu lassen. Und ich muss sagen, ich habe es keine Sekunde bereut, dieses Buch gelesen zu haben. Die Geschichte hat mich mitgerissen und die Wendungen haben es wirklich in sich.

Am Anfang musste ich mich allerdings erst einmal zurechtfinden. Es gibt so viele Fraktionen, Begriffe und Wesen – Vampire, Götter, magische Kreaturen und die Sigillengezeichneten mit ihrer besonderen Magie –, dass ich die Informationen anfangs nicht immer sofort zuordnen konnte. Zum Glück hat mich der Schreibstil aber so gut getragen, dass ich schnell den Faden gefunden habe.

Vor allem das Worldbuilding hat mich begeistert. Dieses düstere, vom antiken Rom inspirierte Reich mit seinen machtgierigen Vampiren, rachsüchtigen Göttern und der gnadenlosen Auslese in der Arena hat eine Atmosphäre, die einen förmlich verschluckt. Die tödlichen Prüfungen sind brutal und spannend zugleich. Der Titel ist wirklich Programm. Es wird blutig und gefährlich.

Auch die Charaktere haben mich ganz in ihren Bann gezogen. Allen voran Arvelle, die sich leise in mein Herz geschlichen hat. Sie kämpft mit allem, was sie hat, für ihre jüngeren Brüder, bekommt nichts geschenkt und wächst im Verlauf der Geschichte spürbar über sich hinaus. Diese Mischung aus Härte und Mitgefühl hat sie für mich zu einer Heldin gemacht, mit der ich unheimlich gern mitgefiebert habe. Und dann ist da noch Rorrik – der Sohn des Imperators, morally grey bis in die Fingerspitzen, mit ordentlich Damon-Salvatore-Energie. Genau die Sorte Figur, bei der die Grenzen zwischen Gut und Böse herrlich verschwimmen.

Ich bin außerdem ziemlich froh, dass die Liebe nicht den ganzen Raum eingenommen hat, sondern der Fokus wirklich auf dem Überlebenskampf, dem Wettstreit und den Intrigen liegt. Die Romance köchelt als langsam brennendes Feuer im Hintergrund – Slow Burn, Second Chance und Enemies-to-Lovers zwischen zwei Brüdern –, und ein paar Funken sind definitiv übergesprungen. Ich bin sehr gespannt, wie sich das im nächsten Band entwickelt!

Ganz ohne kleine Kritikpunkte kommt aber auch dieser Auftakt nicht aus. Stellenweise passiert einfach so viel auf einmal, dass ich mir gewünscht hätte, manche Enthüllungen hätten mehr Zeit zum Sacken bekommen, statt gleich zur nächsten Wendung zu hetzen. Und ein, zwei Twists habe ich schon vorab kommen sehen. Das hat meinen Lesespaß aber nur ganz leicht getrübt. Denn Spannung gibt es auf jeden Fall mehr als genug, und vor allem zum Ende hin sind Dinge passiert, die alles in ein neues Licht getaucht haben.

Abschließend:

Der Einstieg fiel mir mit all den neuen Begriffen nicht ganz so leicht, aber danach konnte mich We Who Will Die voll und ganz packen. Ein düsterer, blutiger und mitreißender Auftakt, der Lust auf mehr macht. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band der Empire-of-Blood-Trilogie!

Vielen lieben Dank an NetGalley und den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar!

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