*Rezension* -> Die Arena: Grausame Spiele (1) von Hayley Barker

INFO

Band 1 – 18,00€ – Wunderlich Verlag – HC – auch als eBook erhältlich – 480 Seiten Dystopie
ISBN: 978-3-8052-0048-6 – ERSTERSCHEINUNG: 17.09.2019

Worum geht es?

London in der nahen Zukunft. Die Gesellschaft hat eine Spaltung vollzogen: Die Pures leben komfortabel und luxuriös, während die Dregs ausgegrenzt, geächtet und unterdrückt werden. Manchen Familien der Dregs werden ihre Kinder entrissen und zum “Zirkus” gebracht, wo die jungen Artisten zum Amüsement der Pures hungrigen Löwen begegnen oder waghalsigen Hochseilakte liefern.
Hoshiko ist der Star auf dem Hochseil – sie vollbringt jeden Abend Unglaubliches, 30 Meter über dem Boden, ohne Fangnetz. Jede Vorführung könnte ihre letzte sein – und genau darauf lauern sensationslüstern und mit fasziniertem Grauen ihre Zuschauer. Doch dann begegnet Hoshiko dem Sohn einer hochrangigen Pure-Politikerin, Ben, der den Zirkus besucht – und verliebt sich in ihn, gegen alle Regeln. Ben begreift erst nach und nach die Realitäten, die hinter seinem komfortablen Leben stehen und wendet sich gegen seine eigene Klasse – für Hoshiko, das Mädchen, das er liebt. Um sie zu retten, begibt er sich in tödliche Gefahr.

Quelle


Warum wollte ich es lesen?

Ich habe das Cover gesehen, den Klappentext gelesen und wusste sofort, dass ich dieses Buch lesen muss. Allein der Titel hat mich schon unglaublich gereizt.

Wie war es?


Cover:

Das Cover zeigt wie schön und gefährlich die Arena sein kann. Der Hintergrund ist schwarz und zwei Akrobaten scheinen durch einen Feuerring zu schwingen. Wunderschön und treffend umgesetzt.

Schreibstil:

Der Schreibstil von Hayley Barker konnte mich schon nach den ersten Seiten in ihren Bann ziehen. Ich konnte das Buch nur schwer weglegen und wollte immer wissen, wie es weitergeht.

Die Story:

Hoshiko muss als Dreg im Zirkus um ihr Überleben kämpfen. Begeistert sie die privilegierten Pures nicht wird sie wahrscheinlich sterben. Aber auch ihre Show auf einem Drahtseil in 30 Meter Höhe und ohne Netz könnte ihr Leben kosten.

Ben hingegen lebt das bequeme Leben eines Pure und hinterfragt nicht warum die Gesellschaft in zwei Klassen gespalten wurde. Erst als er im Zirkus auf Hoshiko trifft, wird ihm klar, dass der Zirkus keine reine Show ist.

Beide wollen etwa ändern und beide wollen leben. Aber werden sie die Arena überleben?

Meine Meinung:

Auf Die Arena war ich sehr gespannt und hatte auch hohe Erwartungen, da der Untertitel Grausame Spiele lautet. Und in dieser Hinsicht wurde ich auch absolut nicht enttäuscht. Die Arena ist nicht nur grausam, sondern auch abscheulich und furchteinflößend. Allein der Gedanke an die Shows lässt mich schaudern.

Aber kommen wir erstmal zu den Protagonisten:
Hoshiko ist ein starkes und begabtes Mädchen, das schon seit ihrer jüngsten Kindheit im Zirkus leben und auftreten muss. Tut sie es nicht wird sie sterben. Denn nutzlose Dregs kann der Zirkusdirektor nicht brauchen.
Ich habe großen Respekt vor Hoshikos Mut und ihrem Talent. Sie kämpft um ihr Überleben, obwohl jeder Tag ihr letzter sein könnte.

Mit Ben bin nicht so richtig warm geworden. Das lag nicht daran, dass er ein Pure ist und vom richtigen Leben keine Ahnung hatte. Sondern, dass er mir wir ein kleines Kind vorkam. Ich hatte die ganze Zeit einen sechsjährige vor Augen und keinen Jugendlichen. Ich konnte mir leider nur schlecht vorstellen, dass er so naiv und blind sein kann.

Aber meine Bedenken konnte mir die Arena komplett nehmen. Es war einfach nur unglaublich wie die Shows dargestellt wurden. Ich habe mit den Artisten mit gezittert, aufgeatmet oder war genauso entsetzt. Einiges ist abstoßend und wiederum wunderschön zugleich. Genau diese extremen Gegensätze haben mich angezogen und fasziniert.

Eine düstere Atmosphäre zieht sich durch die Geschichte, die durch viel Spannung geprägt wird. Da bleibt kaum Zeit zum Luft holen.
Das als Schauplatz London ausgewählt wurde, finde ich auch sehr passend. Ich konnte mir das alles sehr gut vorstellen und ganz abwegig ist es auch nicht.

Was mir leider nicht ganz so gut gefallen hat, ist die “Liebe” zwischen Hoshiko und Ben. Der Klappentext verrät ja schon, dass die beiden mehr für einander empfinden. Mir war das ab einem gewissen Punkt einfach zu viel und ich konnte es nicht mehr lesen. Das hat für mich dann einen viel zu großen Platz eingenommen, der die schöne düstere Stimmung ein wenig kaputt gemacht hat.

Abschließend:

Abschließend muss ich sagen, dass es mir bei Die Arena insgesamt sehr gut gefallen hat. Trotz kleiner Kritikpunkte muss ich wissen wie es weitergeht und freue mich schon sehr auf den zweiten Band.

Vielen lieben Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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