*Rezension* -> Blutgesang von Julia Lange

INFO

Einzelband – 12,99€ – Knaur – TB – auch als eBook erhältlich – 384 Seiten – Fantasy – IBAN: 978-3-426-52196-0 – ERSTERSCHEINUNG: 01.02.2019

Worum geht es?

In Midea, der Stadt der schönen Künste, leben Menschen und das musikalisch begabte Volk der Zatarsi Seite an Seite, seit die Drachen ausgerottet wurden. Die ehemaligen Drachenjäger sorgen nun als Hüter für Sicherheit, nachdem verfluchtes Blut regelmäßig bei Menschen zu unkontrollierbarer Wut führt, so dass diese eingesperrt werden müssen. Ein Schicksal, das auch dem jungen Adligen Valerian droht. Auf der Flucht begegnet er der zatarsischen Sängerin Elezei, die selbst eine Rechnung mit den Hütern offen hat. Weder Valerian noch Elezei können ahnen, dass sie nur benutzt werden …

Quelle

Warum wollte ich es lesen?

Ich liebe ja Drachen und habe schon länger kein Buch mehr gelesen, das sich mit dieser Thematik auseinandersetzt. Daher war ich auch sehr gespannt wie das in Kombination mit der Musik umgesetzt wird.

Wie war es?

Cover:

Das Cover ist eine absolute Augenweide. Die goldene Harfe und die schemenhafte schwarze Stadt auf dem weißen Hintergrund harmonieren perfekt. Passend zum Titel.

Die Story:

Die zatarsische Sängerin Elezei hasst die Stadt Midea und die Bewohner sind für sie ein Übel mit dem sie zu Leben hat. Nachdem Elezei in eine prekäre Situation geraten ist, ist sie auf der Flucht vor den Hütern, die für Sicherheit und Ordnung sorgen.

Der Adelige Valerian hat ganz andere Sorgen: Er trägt das verfluchte Blut in sich und versucht alles damit niemand davon erfährt.
Doch schneller als erwartet gerät alles außer Kontrolle und ein alter Pakt wirft viele Fragen auf.

Elezei und Valerian müssen zusammenarbeiten, wenn sie überleben wollen. Aber ihr gegenseitiger Hass auf das jeweils andere Volk macht ihre Flucht nur noch komplizierter.

Schreibstil:

Mit dem Schreibstil von Julia Lange bin ich ehrlich gesagt nicht so richtig warm geworden. Irgendwie hat es sich gut gelesen und auch sehr angenehm, aber ich hatte sehr bald das Gefühl nicht vorwärts zu kommen und kam nur stockend voran.

Meine Meinung:

Drachen, Musik und verfluchtes Blut. Eine tolle Idee und eine super Kombination. Seit November habe ich auf das Buch gewartet und wollte es unbedingt lesen.
Leider setzte dann recht schnell die Ernüchterung ein. Der Fokus bei der Umsetzung lag nicht auf das, was ich erhofft hatte. Da war ich schon etwas enttäuscht. Auch der Schreibstil konnte mich nicht abholen.

Elezei gehört zum Stamm der Zatarsi und Musik sowie der Kampf sind ihr Leben. In der Stadt Midea haben sie ihr eigenes Viertel nachdem vor langer Zeit alle Drachen ausgerottet wurde. Aber sie kann und will sich nicht anpassen. Nur für ihren Stamm versucht sie sich an die Gesetze der Stadt zu halten.
Elezei war mir von Anfang sehr sympathisch, da sie nicht nur stark, sondern auch mutig ist. Aber gleichzeitig ein Herz für die Musik und die Schönheit der Klänge besitzt.

Valerian besitzt das verfluchte Blut und unkontrollierbare Wutanfälle können schon durch Kleinigkeiten ausgelöst werden. Er ist ein Adeliger, der ein sorgenfreies Leben hat. Bis sein Blut ihn in die Verdammnis führt.
Mit Valerian konnte ich nie wirklich viel anfangen. Ich hatte das Gefühl nie seine richtigen Gefühle und Gedanken zu erfahren, weshalb er sehr farblos für mich blieb.

Aber vor allem die Umsetzung hat mich nicht überzeugt. Ich hatte das Gefühl ewig hingehalten zu werden bis dann wirklich etwas passiert ist. Und das war dann doch sehr enttäuschend.
Mit Musik und Drachen hatte es dann doch viel weniger zu tun als ich erwartet habe. Mit der Zeit wurden auch die Zusammenhänge erklärt und Geheimnisse aufgedeckt, aber als es erst so richtig spannend wurde, kam es zu einem eher unbefriedigenden Ende. Aber genau davon wollte ich mehr und erfahren wie es dazu gekommen ist und und und.

Abschließend:

Insgesamt muss ich sagen, dass Blutgeang mich nicht überzeugen konnte. Ich hatte mich wirklich sehr auf das Buch gefreut, aber die Umsetzung entsprach nicht dem, was ich mir vorgestellt hatte.

Vielen lieben Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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