*Rezension* – A Song of Wraiths and Ruin (1) von Roseanne A. Brown

INFO

Band 1 – 16,99€ – Knaur – PB – auch als eBook erhältlich – 512 Seiten – High Fantasy – ISBN: 978-3-426-52814-3 – ERSTERSCHEINUNG: 01.04.2022 – Übersetzt von: Diana Bürgel


Worum geht es?

Alle zehn Jahre findet im Königreich Sonande das berühmte Solstasia-Turnier statt, bei dem alle Nationen des Reiches zusammenkommen, um dem Wettstreit der Champions beizuwohnen. Doch für die junge Königin Karina geht es um viel mehr: Um ihre Mutter wiederbeleben zu können, braucht sie das Herz eines Königs. Daher bietet Karina dem Gewinner des Festes ihre Hand an…

Zur gleichen Zeit kommt Malik mit seinen beiden Schwestern in die Hauptstadt Ziran, voller Hoffnung auf ein neues Leben fern von Krieg und Gewalt. Malik freut sich auf die Festlichkeiten rund um Solstasia – bis ein rachsüchtiger Geist seine kleine Schwester Nadia entführt und einen furchtbaren Preis für ihr Leben verlangt: den Tod von Königin Karina. Für Malik gibt es nur eine Chance, Karina nahe genug zu kommen, um sie zu töten: Er muss das Solstasia-Turnier gewinnen …

Quelle

Warum wollte ich es lesen?

Das Cover, der Klappentext, Magie – Es gab so viele verschiedene Punkte, das ich dem Buch nicht widerstehen konnte.

Wie war es?

Cover:

Das Cover hat mich schon vom ersten Blick an angesprochen. Und während des Lesens habe ich festgestellt, das es auch perfekt zur Geschichte passt.

Schreibstil:

Der Schreibstil von Roseanne A. Brown hat mir einige Schwierigkeiten bereitet. Aber dennoch ließ sich das Buch flüssig lesen.

Meine Meinung:

Bei diesem Buch war ich unglaublich gespannt, was mich alles erwarten würde. Aber ich musste schnell feststellen, dass das Worldbuilding nicht wirklich meins war. Mit einigen Begriffen hatte ich so meine Schwierigkeiten, aber andere konnte ich mir aus dem Arabischen ableiten. Ich hätte mir mehr Erklärungen gewünscht. Mit der westafrikanischen Folklore bin ich leider nicht ganz so vertraut und oft fiel es mir schwer zwischen Realität und Fantasie zu unterscheiden.

Aufgrund des vielen Inputs und den schnell wechselnden Handlungen habe ich ab und zu den roten Faden verloren. Mir war nicht immer ersichtlich wohin das Ganze führen sollte. Und manchmal hatte ich das Gefühl, das eine Handlung nicht ganz abgeschlossen war bzw. mir noch Erklärungen zu bestimmten Vorgängen fehlen.

Auf das Turnier hatte ich mich sehr gefreut: Solche Veranstaltungen liebe ich sehr. Aber es hat ziemlich lange gedauert bis es mit dem eigentlich Turnier losgeht. Und so wirklich gepackt hat es mich nicht. Es schien mir eher so, dass es mehr eine Nebenhandlung war, weil so viele andere Sachen nebenher passiert sind. Dadurch wurden einige Kapitel auch sehr langatmig.

Positiv hingegen finde ich den Wechsel der Perspektiven. So erfährt man von beiden Protagonisten (Karina und Malik) viel mehr. Man bekommt einen Einblick in ihr Leben, ihre Gefühlswelt, ihre Beweggründe und kann so vieles alles nachvollziehen.

Karina macht einen sehr starken Eindruck, obwohl sie es als künftige Sultanin nicht gerade einfach hat. Der Druck ist ziemlich hoch. Aber sie verfolgt ihre Ziele und versucht für jedes Problem eine Lösung zu finden. Ich fand es auch toll, dass das Thema Migräne hier thematisiert wird. Das ist ja eher selten. Ich würde mir das öfter wünschen.

Mit Malik wurde ich nicht allzu warm. Mir hat das Gewisse Etwas bei ihm gefehlt. Ich habe zwar alle Hintergundinformationen bekommen und seine Beweggründe verstanden, aber emotional hat er mich nicht erreicht.

Zum Ende hin wurde es dann aber richtig spannend. Viele Geheimnisse wurden aufgelöst und es gab überraschende Wendungen. Das fand ich ziemlich stark und diese 180 Gradwendung hat den Spannungsbogen ordentlich gesteigert. Das hätte ich mir wesentlich früher gewünscht.

Abschließend:

A Song of Wraiths and Ruin konnte mich leider nicht überzeugen. Ich hatte oftmals Probleme mit dem Worldbuilding und einige Punkte haben sich mir nicht ganz erschlossen. Ich werde den abschließenden Band der Dilogie daher nicht lesen.

Vielen lieben Dank an den Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar!

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