*Rezension* – Die Fotografin – Am Anfang des Weges (1) von Petra Durst-Benning

INFO

Band 1 – 20,00€ –Blanvalet   – HC – auch als eBook erhältlich – 448 Seiten
Historischer Roman – ISBN: 978-3-7645-0662-9 –  ERSTERSCHEINUNG: 10.09.2018

Worum geht es?

Minna Reventlow, genannt Mimi, war schon immer anders als die Frauen ihrer Zeit. Es ist das Jahr 1911, und während andere Frauen sich um Familie und Haushalt kümmern, hat Mimi ihren großen Traum wahr gemacht. Sie bereist als Fotografin das ganze Land und liebt es, den Menschen mit ihren Fotografien Schönheit zu schenken, genau wie ihr Onkel Josef, der ihr großes Vorbild ist. Als dieser erkrankt, zieht sie in das kleine Leinenweberdorf Laichingen, um ihn zu pflegen und vorübergehend sein Fotoatelier zu übernehmen. Ihm zuliebe verzichtet sie nicht nur auf ihre Unabhängigkeit, sondern sieht sich in Laichingen zunächst auch den misstrauischen Blicken der Dorfbewohner ausgesetzt, da sie mehr als einmal mit ihrem Freigeist aneckt. Und als bald ein Mann Mimis Herz höher schlagen lässt, muss sie eine Entscheidung treffen …

Quelle

Warum wollte ich es lesen?

Ich liebe die Bücher von Petra Durst-Benning und habe auch schon fast alle ihre Werke gelesen. Deshalb musste ich auch unbedingt ihr neuestes Buch lesen!

Wie war es?

Cover:

Das Cover zeigt eine junge und selbstbewusste Frau, die Minna sein könnte. Mir gefallen auch die gedeckten Farben. Passend für diese Zeit.

Die Story:

Minna möchte Fotografin werden und lässt sich ihren großen Traum auch von niemandem ausreden.
Doch 1911 wird von Frauen erwartet, dass sie den Haushalt führen und sich um die Kindern kümmern. Vor allem in den kleinen Dörfern bleiben sie ihren Traditionen treu.

Trotz aller Bedenken möchte Mimi, wie sie von allen genannt wird, reisen und den Menschen mit ihren Fotografieren ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Als Wanderfotografin reist sie durch ganz Deutschland und genießt ihre Freiheit.
Doch ihr Onkel Josef, dem sie viel zu verdanken hat, erkrankt und sie fährt zu ihm. Das kleine Dörfchen Laichingen ist ihren innovativen Ideen nicht besonders aufgeschlossen und so kämpft sie, um das Leben ihres Onkels und ihren Traum.

Schreibstil:

Der Schreibstil von Petra Durst-Benning konnte mich bisher immer fesseln und ich hatte das Buch schneller fertig als gedacht. Auch dieses Mal bin ich wieder absolut fasziniert und konnte nur schwer aufhören.

Meine Meinung:

Petra Durst-Benning gehört zu den wenigen Autorinnen, die mich einfach immer mit ihren Geschichten in ihren Bann ziehen können und man gar nicht müde wird ihre Werke zu lesen.

Auch Die Fotografin hat es wieder geschafft, dass ich mich in ein Buch, die Protagonistin und das Cover verliebe.

Minna Reventlow möchte in einer Zeit Fotografin werden in der Frauen sonst vor dem Herd stehen und der Mann das Geld verdienen. Doch sie ist willensstark und unglaublich engagiert. Sie kämpft darum ihren Traum erfüllen zu können und stellt alles andere hinten an. Dabei bekommt man einen sehr intensiven Einblick in ihre Gefühlswelt, der mich total mitgerissen hat.

Da ich selbst gerne fotografiere, finde ich es spannend zu sehen wie es früher war und wie die Fotografen damals gearbeitet haben. Die Autorin hat wieder eine sehr intensive Recherche betrieben, wodurch die Geschichte nicht nur authentisch, sondern auch mit vielen interessanten Informationen versehen wurde. Dadurch kann man auch als Laie eine Menge lernen.

Auch die Stadt Laichingen wird sehr detailgetreu und bildhaft beschrieben. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass ich selbst durch diese Stadt gehe, dem Lärm der Webstühle höre, den Gestank der Hütten rieche oder mich von Minna fotografieren lasse.

Wir begleiten in diesem Reihenauftakt die Protagonistin nicht nur auf ihrer Reise, sondern begegnen auch Charakteren aus bereits veröffentlichten Werken der Autorin. So etwas finde ich immer wieder schön. Da bekam ich gleich Lust ihre Bücher nochmal zu lesen.

Was darf auch nicht fehlen? Genau, Spannung! Von Anfang bis Ende habe ich mit Minna mitgefiebert. Die Spannungsbögen wurden sehr gut gewählt und ich musste immer weiterlesen, weil ich wissen wollte wie es weitergeht.

Hat dieses Buch einen bösen Cliffhanger? Ja, leider… Jetzt heißt es tapfer auf Band 2 warten…

Abschließend:

Insgesamt ist Die Fotografin nicht nur ein sehr berührender Reihenauftakt, sondern eine Geschichte in die man sich absolut verlieren kann.
Petra Durt-Benning hat es wieder geschafft mich völlig in ihren Bann zu ziehen!

Vielen lieben Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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